Wissen · Auswahl
Wie man eine Dosier-Rotorpumpe für die Abfüllung auswählt
Auswahl ist keine Frage der Präferenz — sie folgt aus dem Produkt. Arbeiten Sie in dieser Reihenfolge, und die Maschinenkonfiguration ergibt sich aus den Daten.
1. Mit dem Produkt beginnen, nicht mit der Maschine
Drei Produktmerkmale bestimmen fast alles: Viskosität, Partikelgehalt und Temperaturverhalten. Viskosität sagt Ihnen, ob eine Zahnradpumpe (dünnflüssige Medien) oder eine Rotorpumpe (mittlere bis hohe Viskosität) geeignet ist; der Partikelgehalt bestimmt, ob eine Kolbenmaschine überhaupt einsetzbar ist.
| Viskositätsband | Typische Produkte | Pumpentyp |
|---|---|---|
| ≈50–1.000 cSt | Milch, Getränke, Speiseöl | Zahnradpumpe |
| 1.000–50.000 cSt | Cremes, Gele, Saucen ohne Feststoffe | Rotorpumpe (LX-9 / LX-18) |
| 50.000–300.000 cSt | Bohnenpaste, Marmeladen, Füllungen, mit Partikeln | Rotorpumpe (LX-18 / LX-36 / LX-60) |
2. Die Pumpe auf das Füllvolumen auslegen
Das Füllvolumen pro Behälter wählt die Rotorpumpengröße. Wählen Sie eine Pumpe, deren Arbeitsband in Ihrem Füllbereich liegt — nicht an dessen Extrem — damit der Servo Auflösung zur Korrektur gegen Gewichts-Rückmeldung hat.
3. Das Füllventil auf das Produkt abstimmen
- Blas-Sprüh-Ventil: dünn- bis mittelflüssig, Hochgeschwindigkeitsanlagen.
- Volltauch-Ventil: schäumende oder oxidierende Produkte.
- Saucen-Absperrventil: viskose Produkte oder solche mit Partikeln — verhindert Fadenbildung und Nachtröpfeln.
4. Dann Ausstoß, Behälter und Automatisierungsgrad festlegen
Behälter pro Stunde bestimmt die Kopfzahl und den Automatisierungsgrad. Behälter- und Verschlusstyp bestimmen die Füllstationsgeometrie. Erst nachdem diese feststehen, sollte der Preis verglichen werden — zwei Angebote für „eine Abfüllmaschine" sind nicht vergleichbar, solange die Konfiguration es nicht ist.