Wissen · Produkteigenschaften
Ein praktischer Leitfaden zu Flüssigkeitskategorien: Flüssigkeiten, Halbflüssigkeiten und Pasten bei der Abfüllung
Ordnen Sie das Produkt in die richtige Kategorie ein, und die meisten Abfüllentscheidungen beantworten sich von selbst. Das ist die Taxonomie, die wir jeden Tag verwenden.
1. Vier praxistaugliche Kategorien
Produktnamen variieren, aber das Fließverhalten fällt in eine kleine Anzahl von Kategorien. Die Einordnung nach Verhalten — nicht nach Bezeichnung — ist der schnellste Weg zur richtigen Maschine:
| Kategorie | Typische Produkte | Abfüllansatz |
|---|---|---|
| Dünnflüssige Medien | Milch, Getränke, Speiseöl, Sirupe | Zahnrad- oder Kolben-Abfüller; hohe Geschwindigkeit, einfaches Handling |
| Halbflüssigkeiten | Cremes, Gele, Saucen, Dressings | Rotorpumpen-Abfüller; genaue, schonende Dosierung |
| Pasten und Füllungen | Bohnenpaste, Marmelade, Fleischfüllung, dicke Creme | Rotorpumpen-Abfüller (größere Kammer); verarbeitet hohe Viskosität |
| Partikelhaltige Fluide | Chilisauce, Fruchtmarmelade, Dressings mit Kräutern | Sitzlose Rotorpumpe; Partikel passieren intakt |
2. Warum die Kategorie wichtiger ist als der Name
Zwei Produkte, die „Sauce" genannt werden, können in völlig unterschiedlichen Kategorien sitzen — ein dünnflüssiges Vinaigrette und eine dicke Chilipaste. Geräte, die nur nach Name angeboten werden, werden für eines davon falsch sein. Wenn Sie mit einem Lieferanten kommunizieren, beschreiben Sie das Verhalten: Viskosität bei Abfülltemperatur, Partikelgröße und -konzentration, Scherempfindlichkeit. Die Kategorie ordnet dann das Produkt ein, und das Produkt ordnet die Pumpe ein.
3. Die Grenzen verschieben sich mit der Temperatur
Kategorien sind nicht fest. Schokolade ist bei 45 °C eine Halbflüssigkeit und bei Raumtemperatur fest; Honig verhält sich bei Kalt- und Warmabfüllung sehr unterschiedlich. Wenn Ihre Prozesstemperatur variiert, geben Sie beide Enden des Bereichs an, damit die Maschine für den Worst Case ausgelegt wird — die kalte, dicke Bedingung bestimmt normalerweise die Pumpe.
4. Von der Kategorie zur Maschine in vier Antworten
- Produktart und Viskosität (bei Abfülltemperatur) — wählt die Pumpenfamilie.
- Füllvolumen — bestimmt die Pumpenkammergröße und Servoauflösung.
- Behälter — bestimmt Düsen- und Handling-Design.
- Gewünschter Ausstoß — legt Geschwindigkeit, Kopfzahl und Anlagenlayout fest.
Mit diesen vier Antworten folgt die Maschinenkonfiguration. Wenn die Kategorie ungewöhnlich ist, klärt ein Fülltest mit Ihrem Produkt die Frage.